BINT Newsletter 2 | 26
2026 hat für BINT gut begonnen, wie Sie unten lesen können. Schon bald bringen wir einige weitere Innovationen, welche im immer mehr vernetzten Arbeitsalltag im Schweizer Gesundheitswesen viel konkreten Nutzen bringen. Hoffentlich entdecken auch Sie den einen oder anderen «use case», der sich mit den neuen Möglichkeiten besser ausgestalten lässt.
CARA nutzt BINT-Plattform; nationale Reichweite für Ausrollen von Innovationen
Die EPD-(Stamm-)Gemeinschaften CARA, emedo, eSanita und AD Swiss nutzen neu gemeinsam die BINTmed-Plattform. Wir konnten die Migration von Software und Daten innerhalb eines halben Jahres stemmen; dank der hervorragenden Zusammenarbeit aller erfahrenen Spezialisten der Gemeinschaften, des Betreibers Ofac und von BINT. Mit CARA und Abilis haben die BINTmed-Plattformen eine grosse nationale Abdeckung erreicht:
· Rund 50% der Schweizer Spitäler
· Rund 80 % der am elektronischen Patientendossier teilnehmenden Leistungserbringer
· Über 5‘000 Gesundheitsfachpersonen
· Über 500 Schweizer Apotheken
· Über 50‘000 Patientinnen und Patienten.
Diese Reichweite ermöglicht ein wohlorganisiertes, interprofessionelles, regionales und nationales Ausrollen von Innovationen.
BINTexchange (kurz bex) – die MEDIZINISCHE Kommunikationslösung
Wir haben am 12. März in Davos zusammen mit Ofac BINTexchange lanciert, die erste MEDIZINISCHE Kommunikationslösung der Schweiz. Warum betonen wir das MEDIZINISCH? Weil andere Kommunikationslösungen wie Outlook oder WhatsApp zwar gute Kommunikationslösungen sind, aber für medizinische Prozesse keinerlei spezielle Unterstützung bieten. BINTexchange aber schon: In den Meldungen ist der Patient, um den es sich handelt, immer klar identifiziert; die Meldungen können je nach Use Case strukturierte Information transportieren, die für Automatisierungen dienlich sind, mitgeschickte Dokumente gehören nicht nur zur Meldung, sondern auch zum Patienten und zum Behandelnden, etc. etc. 2026 testen wir in Pilotumgebungen; 2027 folgt die flächendeckende Ausbreitung.
Sind Sie evtl. für Ihre Organisation interessiert?
Technik ist nicht egal! Und InterSystems kein hidden champion!
InterSystems ist der Digital Backbone hinter BINT’s EPD-Plattform, aber auch Technologie unter der Spitalsoftware Epic und unter grossen, teils landesweiten Health Information Exchanges weltweit.
Ca. eine Milliarde Gesundheitsakten auf der Welt werden mit InterSystems-Software gehegt und gepflegt.
InterSystems ist also kein «hidden champion», sondern marktführend für Vernetzung in der Gesundheits-IT. Das Unternehmen ist eine gesunde Firma (seit 45 Jahren stets profitabel, immer noch im Besitz des Gründers), gewinnt seit langen Jahren relevante Kundenzufriedenheitsumfragen und kann auch EPIC am besten mit anderen KIS verbinten – entschuldigung, verbinden ;).
Um uns frühzeitig zu informieren, was die Schweiz und BINT in naher Zukunft von neuen Entwicklungen bei InterSystems profitieren kann, nahmen zwei BINT-Kollegen im April am weltweiten InterSystems-Summit «READY 2026» in Washington teil. Eine speziell gute Gelegenheit, sich mit eHealth-Organisationen, Softwarefirmen, Szenenkennern, Lösungsgestaltern und Kunden aus aller Welt auszutauschen. Wesentliche Learnings und Bestätigungen, die wir mitnehmen konnten: Vernetzte Medizin entsteht nicht durch schöne Konzepte allein, sondern durch solide technische Grundlagen.
Wer über EPD, eMedikation oder KI im Gesundheitswesen spricht, muss eine saubere Datenbasis haben und Interoperabilität beherrschen. FHIR wird immer mehr zur gemeinsamen Sprache, damit Systeme, Daten und Akteure sinnvoll zusammenspielen können. Beim omnipräsenten Thema KI ist die Technologie da, aber die gleichwichtige Baustelle sind die Daten. Ohne verfügbare, strukturierte und verlässliche Informationen bleibt vieles nicht mehr als eine beeindruckende Demo. Erst mit einer sauberen Datenbasis entsteht echter Nutzen im Versorgungsalltag. Speziell erfreulich: InterSystems ist darauf ausgerichtet, mit seiner Technologie die Umsetzung des European Health Data Space bestmöglich zu unterstützen und schafft damit auch für unsere CH-Systeme wichtige Voraussetzungen für mehr Interoperabilität über Landesgrenzen hinweg. Hier lesen Sie mehr über Intersystems.
Für BINT ist klar: Auf dieser stabilen Partnerschaft wollen wir weiter aufbauen und gemeinsam konkrete Use Cases für die vernetzte Gesundheitsversorgung in der Schweiz umsetzen.
CoMed26 – Medikation gemeinsam gestalten
Weiterhin aktuell:
In CoMed26 werden die neuesten Erkenntnisse der vernetzten eMedikation (vernetzte Prozesse, neue Kommunikationsmittel) in der Praxis ausprobiert und vorgezeigt; unter Beobachtung eines Beirats und der Nutzenmessung durch eine Masterarbeit der ETH, Bereich Pharmazie. Teilnehmen werden Hausarztpraxen, Spitäler, Apotheken, Spitex sowie integrierte Versorgungsnetze, die den Medikationsprozess im Versorgungsalltag über Institutionsgrenzen hinweg gemeinsam weiterentwickeln möchten. Im Fokus stehen die interprofessionelle Abstimmung sowie die kontinuierliche Nachführung der Medikation gemeinsam mit den Patientinnen und Patienten. Der Einstieg ist bewusst niederschwellig gestaltet und fügt sich in bestehende Strukturen ein.
Haben Sie Interesse? Prospekt herunterladen und Teilnahme an CoMed26.
Schon bald wieder weitere News zum vernetzten Gesundheitswesen. Herzliche Grüsse aus Winterthur!